Präsentation und Gespräch

Willkommen zu einem spannenden und vielseitigen Programm, das erforscht, wie Menschen sich in der Welt – sowohl geografisch als auch sozial – bewegt haben. In Podiumsdiskussionen, Einführungen und Vorträgen werden Gastfreundschaft, Handel und Kartografie aus historischer Perspektive beleuchtet.

Erika Søfting gibt eine Einführung in Jektefartsmuseet und legt damit den Rahmen für den Rest des Programms. Sie hebt hervor, wie wichtig Gastfreundschaft bei Begegnungen und Kontakten in der Ära der Anlegestellen war, insbesondere in den nordnorwegischen Handelsposten und bei den Anlegestellenbesitzern.

Die Einleitung behandelt unter anderem folgende Fragen:

  • Wie begegneten die „Fremden“ auf ihrer Reise nach Norden?

  • Welchen Kontakt hatten die Nordmänner nach Süden und in die Welt hinaus?

  • Wie war Nordnorwegen durch Handel und Schifffahrt mit Europa verbunden?

Karten und Navigation auf See zu Querinis Zeiten

Die systematische Kartierung der Welt gewann erst relativ spät an Bedeutung und erlebte insbesondere in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts – nach Querinis schicksalhafter Reise – einen Aufschwung. Diese Vorlesung untersucht die Kartografie zu Querinis Zeiten, einer Periode, in der Karten für den praktischen Gebrauch noch in den Anfängen steckten. Sie beleuchtet außerdem, was europäische Kartografen im folgenden Jahrhundert über Norwegen und insbesondere über Nordnorwegen wussten und glaubten.

Willkommen zu einem Vortrag über Stürme und Mahlströme, Stockfische – und Seeungeheuer!

Lautsprecher: Benedicte Gamborg Briså

Podiumsdiskussion: Was ist Gastfreundschaft?

Ein internationales Panel mit Tone Bringa, Claire Judde de Larivière und Stefania Montemezzo untersucht das Konzept der Gastfreundschaft aus historischer und gesellschaftlicher Perspektive. Das Gespräch beleuchtet, wie Begegnungen zwischen Menschen – durch Reisen, kulturellen Kontakt und den Alltag – das Verständnis von Gemeinschaft, Fürsorge und Kommunikation über Zeit und Raum hinweg prägen.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

  • Claire Judde de Larivière – französische Historikerin an der Universität Toulouse und Mitglied des wissenschaftlichen Komitees der Via Querinissima. Sie wird über die Erlebnisse anderer, Gastfreundschaft und Kommunikation während der Expedition von Pietro Querini und seinen Seeleuten sprechen.

  • Stefania Montemezzo – italienische Historikerin an der Universität Padua und Mitglied des wissenschaftlichen Komitees der Via Querinissima. Sie wird Einblicke in ihre Forschung über Kaufleute im Ausland geben: Gastfreundschaft, Handel und kultureller Austausch in mittelalterlichen Häfen.

  • Tone Bringa – norwegische Sozialanthropologin an der Universität Bergen. Sie wird über ihre Erfahrungen aus der Feldforschung in Bosnien und Norwegen berichten und sich dabei auf die Komplexität von Gemeinschaften und Ethnien konzentrieren.

Moderiert von Stefano Agnoletto.

3. Juni

09:15

Jektefartsmuseet

Tickets sind an der Abendkasse erhältlich (Vipps): 200 kr,-