Für Bibliotheken

Die Geschichte von Pietro Querini spiegelt in vielerlei Hinsicht die Werte wider, für die die Bibliotheken in Nordland heute stehen. Als der venezianische Kaufmann im 15. Jahrhundert Schiffbruch erlitt und an Land gespült wurde, … Røst Er wurde mit Fürsorge, Offenheit und praktischer Hilfe empfangen. Die Gastfreundschaft, die er in einer fremden Gemeinschaft erfuhr, prägte ihn tief und wurde später durch seine eigenen Erzählungen bekannt.

Die Begegnung zwischen Querini und den Fischern war nicht nur eine Frage des Überlebens, sondern auch des Austauschs von Wissen, Erfahrungen und Kulturen. Die Geschichte gilt oft als frühes Beispiel dafür, wie Offenheit und die Bereitschaft, Fremde willkommen zu heißen, nachhaltige Auswirkungen haben können.

Die Bibliotheken in Nordland führen diese Werte bis heute fort. Sie sind offene und einladende Treffpunkte und wichtige Orte, um die Bevölkerung von Nordland über diese faszinierende Geschichte zu informieren.

Querinis Bericht

Alle Bibliotheken in Nordland haben Querinis Bericht erhalten. Ziel ist es, die historische Erzählung einem breiten Publikum zugänglich zu machen und das Wissen über Pietro Querinis Reise sowie deren kulturelle und historische Bedeutung für die Region zu vertiefen.

Kartenausstellung

Diese in Verbindung mit dem Hospitality Symposium entstandene Ausstellung erzählt die Geschichte des venezianischen Adligen Pietro Querini und seiner ereignisreichen Reise in den Norden. Ziel der Ausstellung ist es, Querinis Geschichte und ihren größeren historischen Kontext in Bibliotheken als offene Orte des Wissensaustauschs, der Reflexion und des Dialogs zu tragen.

Anhand von Karten, Erzählungen und visuellen Darstellungen verknüpft die Ausstellung Seefahrt, Handel, Kartografie und Vorstellungen von Nordnorwegen in der frühen Neuzeit. Ein zentrales Werk ist die Carta Marina von Olaus Magnus aus dem Jahr 1539, eine der ersten gedruckten Karten der nordischen Region. Die Karte veranschaulicht nicht nur die Geografie, sondern auch das Weltbild des 16. Jahrhunderts, in dem Mythen, Ängste, Glaube und Wissen nebeneinander existierten.

Die Geschichte von Querinis Schiffbruch und Aufenthalt auf Røst Das 15. Jahrhundert bildet einen wichtigen Hintergrund für die Ausstellung. Die Begegnung mit der Gastfreundschaft der einheimischen Bevölkerung war von großer Bedeutung, sowohl für Querini persönlich als auch für die spätere Beschreibung und Kartierung Nordnorwegens in Europa. Die Ausstellung hebt diese Geschichte als frühes Beispiel für kulturellen Austausch, Fürsorge und menschliche Gemeinschaft hervor – Themen, die im Mittelpunkt des Gastfreundschaftssymposiums stehen.

Die Ausstellung besteht aus Roll-ups und ist daher leicht zu transportieren und an verschiedene Bibliotheksräume anzupassen. Die Roll-ups können als Gesamtausstellung, in kleineren Gruppen oder einzeln präsentiert werden, sodass die Anordnung flexibel an den verfügbaren Platz und die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden kann. Die Ausstellung tourt ab Herbst 2026 durch verschiedene Bibliotheken und wurde speziell für die Bibliothek als Präsentationsort entwickelt.

Im Rahmen der Ausstellung kann der Vortrag „Karten und Navigation zur See zur Zeit Querinis“ von Benedicte Briså sowohl in Präsenz als auch digital gebucht werden. Der Vortrag entführt die Zuhörer in eine Zeit, in der die systematische Kartierung der Welt noch in den Kinderschuhen steckte und Karten für den praktischen Gebrauch entwickelt wurden. Die Kartografie gewann erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, nach Querinis schicksalhafter Reise, an Bedeutung. Der Vortrag untersucht, was europäische Kartografen im folgenden Jahrhundert über Norwegen, insbesondere über Nordnorwegen, wussten und glaubten. Die Zuhörer werden in eine Welt entführt, die von Stürmen und Strudeln, dem Handel mit Stockfisch und Geschichten von Seeungeheuern geprägt ist – eine Welt, in der Angst, Erfahrung und der Versuch, die Kräfte des Meeres zu verstehen, ineinanderfließen.